Markthalle Altenrhein
Hundertwasser Architekturprojekt
Einzigartig in der Schweiz – Staad am Bodensee (CH)
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Die Markthalle Altenrhein in der Coopzeitung.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.


Markthalle Altenrhein, 24. März 2020

„Wenn Du und der Nachbar schöpferisch tätig seid, braucht man nicht weit zu reisen, nicht weit zu gehen, denn das Paradies ist um die Ecke.“

Hundertwasser, 1979
In diesen turbulenten Zeiten, in denen sich Unsicherheit und Angst breit machen,
ist es wichtig, dass wir alle vernünftig handeln und uns nicht von Panik leiten lassen.
Die Auswirkungen von Corona haben uns unerwartet getroffen und weitere Entwicklungen sind schwer vorhersehbar. Es ist eine Krise die uns überrascht hat und die uns gesundheitlich, wirtschaftlich aber auch in unserer Freiheit trifft.

Doch jede Krise ist auch Anlass über Fehlentwicklungen nachzudenken.

Wie kam es zu dieser Krise?
Wie kann man das zukünftig vermeiden?
Leben wir unser Leben richtig?

Gerade in Zeiten, in denen man die Endlichkeit der Menschen vor Augen geführt bekommt, denken viele darüber nach, ob Sie Ihre Zeit auf der Welt sinnvoll und gut genutzt haben.
Man wird sich fragen, ob wir aufgrund des verschwenderischen Umgangs mit Ressourcen und des unverantwortlichen Handels gegenüber unserer Umwelt, ein solches Desaster selbst erzeugt haben. Vermutlich hatte Hundertwasser recht, als er einen „FRIEDENSVERTRAG MIT DER NATUR“ forderte.
In unserer modernen Welt sind wir gewohnt, dass wir Waren und Informationen immer schneller bekommen und bereitstellen müssen. Verzögerungen sind unerwünschte und ungeduldete Fehler. Wir leben in einer Zeit, in der niemand Zeit hat.
Doch jetzt haben wir eine Zwangspause.
Wir sollen zuhause bleiben, andere Menschen und unsere Lieben meiden, um diese zu schützen. Gerade für die jüngsten in unserer Gesellschaft ist dies oft schwer zu verstehen.
Es sind unerwartete und ungewöhnliche Ferien.
Freunde und Großeltern soll man nicht treffen. In den Urlaub fahren ist verboten.
Was für eine traurige Zeit.
Aber vielleicht auch eine riesige Chance.
Wir können wieder lernen uns an den vielen kleinen Dingen, die unsere Welt bereithält, zu erfreuen. Wir können Malen, Basteln und Bauen und uns unser Zuhause und Umfeld schöner gestalten. Wenn jeder seine individuelle Kreativität einsetzt, können wir kleine Paradiese schaffen. Dann werden wir verstehen, was Hundertwasser mit der Aussage: „Wenn Du und der Nachbar schöpferisch tätig seid, braucht man nicht weit zu reisen, nicht weit zu gehen, denn das Paradies ist um die Ecke.“ meinte.
Genau mit diesem Ansatz möchten wir einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die zahlreichen Kinder in Ihren Zwangsferien Lust bekommen kreativ tätig zu werden
und sich auf die Zeit nach Corona freuen dürfen.
So wie Hundertwasser in Form seiner Architekturprojekte kleine Paradiese schuf, so können dies Kinder auch in kleiner Form tun.
Unser Ansatz hierzu ist ein Wettbewerb. Jedes Kind, aber auch Erwachsene sind dazu eingeladen Ihre Vorstellung eines kleinen Paradieses zu realisier

„Male oder baue Dein Traumhaus.“
Vielleicht ist es bunt wie ein Hundertwasser Haus und bietet reichlich Platz für Bäume und Pflanzen aller Art. Gestalte das Haus wie es Dir gefällt.
Solltest Du ein Miniaturhaus bauen, verwende dafür gerne alle erdenklichen Baustoffe die Dir zur Verfügung stehen. Holz, Stein, alte Verpackungen, Dosen oder Klopapierrollen sind nur einige Beispiele für gute Baumaterialien.

Wenn die Zeit von Corona zu Ende geht, laden wir alle kreativen „Architekten“ ein, ihre gebauten, bunten Häuser oder Zeichnungen bei uns vorbeizubringen.
Wir stellen alle Kunstwerke in der Markthalle Altenrhein aus!
Wenn es viele sind, werden wir eine Vernissage organisieren und den Anlass publizieren. (Wahrscheinlich Ende Herbst)
Die kreativen Künstler, ihre Eltern und vor allem auch die Grosseltern erhalten als Gegenleistung 1 Jahr lang Gratiseintritt in die Markthalle  - und – ein kunterbuntes Geschenk.

Wir hoffen mit diesem Projekt dabei zu helfen, diese schwere Zeit mit positiven Gedanken und schönen Tätigkeiten zu überbrücken.

Mit herzlichen Grüssen
Nicole Stettler-Lindemann und das Team der Markthalle Altenrhein – Hundertwasser-Architektur

Text vom 24.03.2020
Verfasser: Markthalle Altenrhein – Knotternstrasse 2, CH-9422 Staad
Nicole Stettler-Lindemann – Tel. +41 79 506 47 35
www.markthalle-altenrhein.ch


Tagblatt Online, 10. April 2012

ALTENRHEIN. Die Markthalle bot am
Ostersonntagmorgen eine stimmungsvolle
Kulisse für die Talksendung «Persönlich» von
Radio DRS 1. Zu Gast waren Herbert
Lindemann und Esther Tobler.

Moderatorin Anita Richner (rechts) erwies sich im Talk mit Herbert Lindemann und Esther Tobler als einfühlsame Gesprächsleiterin. (Bild: Gisela Tobler)

Gisela Tobler

Nicole Stettler, engagierte Chefin der Markthalle Altenrhein, hatte leichtes Spiel, die Verantwortlichen von Schweizer Radio DRS zu überzeugen, dass der prächtige Bau Flughafenkreisel für eine Realisierung der sonntäglichen Talksendung «Persönlich» geradezu prädestiniert sei. Und es war naheliegend, dass Markthallen-Erbauer Herbert Lindemann in die Gesprächsrunde eingeladen wurde, zusammen mit Esther Tobler, Bäuerin und Präsidentin des Trachtenchörlis. Moderiert wurde die Livesendung von Anita Richner, die mit den beiden Thaler Persönlichkeiten auf der Bühne Platz nahm und das Gespräch einfühlsam lenkte.

Keine Nervosität

Während gemäss Angaben von Radio DRS jeden Sonntag um 10 Uhr rund 47 4000 Hörerinnen und Hörer das Radio einschalten, kamen am Ostersonntagmorgen über 100 Personen in die Markthalle Altenrhein, um die Livesendung vor Ort zu erleben. Bevor man nach den Nachrichten auf Sendung ging, brachte die Moderatorin Gesprächspartner und Publikum mit einer Aufwärmrunde in Stimmung. Nein, sie seien nicht nervös, sagten Herbert Lindemann und Esther Tobler. Munter und charmant erzählten die beiden in den folgenden 55 Minuten aus ihrem Leben; zur Erheiterung des Publikums, das mit spontanem Zwischenapplaus reagierte.

Alles zu Geld gemacht

Erstes Thema war der Bau des farbigen Märchenschlosses, wie Anita Richner die Markthalle Altenrhein beschrieb. Ebenso farbig schilderte Lindemann die Hürden, die während der Bauphase überwunden werden mussten und wie er die finanziellen Probleme meisterte. «Wir haben alles zu Geld gemacht», bekannte er mit entwaffnender Offenheit, «die Hypothek unseres Einfamilienhauses erhöht, alle wertvollen Bilder und die Autos verkauft, auch den Schmuck meiner Frau und zuletzt sogar noch unser geliebtes Wohnmobil – aber wir leben noch.» Seine Frau habe ihn stets unterstützt, und letztlich sei es befreiend gewesen, sich von irdischen Gütern zu trennen. «Ich bereue nichts», betonte der gebürtiger Rorschacher, pensionierter Versicherungsagent und Kunsthändler. Er hofft, sich finanziell wenigstens so weit zu erholen, dass er sich wieder ein Wohnmobil leisten kann. Esther Tobler, leidenschaftliche Bäuerin und Jodlerin, erzählte aus ihrer Kindheit im Toggenburg, wo sie mit neun Geschwistern aufwuchs: «Wir waren arm, doch zu essen hatten wir genug, womit die Welt für mich in Ordnung war.» Bäuerin sei sie umständehalber geworden, weil sie sich in einen Bauern verliebt habe, und es sei gut gekommen.

Jodeln im Blut

Doch ihre grosse Leidenschaft gilt dem Jodeln – «das wir Toggenburger wie die Appenzeller wohl im Blut haben». Seit 35 Jahren singt Esther Tobler im Thaler Trachtenchörli, und seit 20 Jahren ist sie dessen Präsidentin. Dank dem Verein habe sie die Welt bereist: Potsdam, China, Brasilien, Südafrika. Schön sei es überall gewesen – «aber vor allem deshalb, weil ich stets meine Chörlifrauen um mich hatte». Was den Radiohörern vorenthalten wurde: Nach der Sendezeit gesellte sich Trachtenchörli-Dirigentin Rosi Zeiter auf die Bühne und jodelte mit der Präsidentin ein Ständchen.