Markthalle Altenrhein
Hundertwasser Architekturprojekt
Einzigartig in der Schweiz – Staad am Bodensee (CH)
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Die Markthalle Altenrhein in der Coopzeitung.

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Tagblatt Online, 10. April 2012

ALTENRHEIN. Die Markthalle bot am
Ostersonntagmorgen eine stimmungsvolle
Kulisse für die Talksendung «Persönlich» von
Radio DRS 1. Zu Gast waren Herbert
Lindemann und Esther Tobler.

Moderatorin Anita Richner (rechts) erwies sich im Talk mit Herbert Lindemann und Esther Tobler als einfühlsame Gesprächsleiterin. (Bild: Gisela Tobler)

Gisela Tobler

Nicole Stettler, engagierte Chefin der Markthalle Altenrhein, hatte leichtes Spiel, die Verantwortlichen von Schweizer Radio DRS zu überzeugen, dass der prächtige Bau Flughafenkreisel für eine Realisierung der sonntäglichen Talksendung «Persönlich» geradezu prädestiniert sei. Und es war naheliegend, dass Markthallen-Erbauer Herbert Lindemann in die Gesprächsrunde eingeladen wurde, zusammen mit Esther Tobler, Bäuerin und Präsidentin des Trachtenchörlis. Moderiert wurde die Livesendung von Anita Richner, die mit den beiden Thaler Persönlichkeiten auf der Bühne Platz nahm und das Gespräch einfühlsam lenkte.

Keine Nervosität

Während gemäss Angaben von Radio DRS jeden Sonntag um 10 Uhr rund 47 4000 Hörerinnen und Hörer das Radio einschalten, kamen am Ostersonntagmorgen über 100 Personen in die Markthalle Altenrhein, um die Livesendung vor Ort zu erleben. Bevor man nach den Nachrichten auf Sendung ging, brachte die Moderatorin Gesprächspartner und Publikum mit einer Aufwärmrunde in Stimmung. Nein, sie seien nicht nervös, sagten Herbert Lindemann und Esther Tobler. Munter und charmant erzählten die beiden in den folgenden 55 Minuten aus ihrem Leben; zur Erheiterung des Publikums, das mit spontanem Zwischenapplaus reagierte.

Alles zu Geld gemacht

Erstes Thema war der Bau des farbigen Märchenschlosses, wie Anita Richner die Markthalle Altenrhein beschrieb. Ebenso farbig schilderte Lindemann die Hürden, die während der Bauphase überwunden werden mussten und wie er die finanziellen Probleme meisterte. «Wir haben alles zu Geld gemacht», bekannte er mit entwaffnender Offenheit, «die Hypothek unseres Einfamilienhauses erhöht, alle wertvollen Bilder und die Autos verkauft, auch den Schmuck meiner Frau und zuletzt sogar noch unser geliebtes Wohnmobil – aber wir leben noch.» Seine Frau habe ihn stets unterstützt, und letztlich sei es befreiend gewesen, sich von irdischen Gütern zu trennen. «Ich bereue nichts», betonte der gebürtiger Rorschacher, pensionierter Versicherungsagent und Kunsthändler. Er hofft, sich finanziell wenigstens so weit zu erholen, dass er sich wieder ein Wohnmobil leisten kann. Esther Tobler, leidenschaftliche Bäuerin und Jodlerin, erzählte aus ihrer Kindheit im Toggenburg, wo sie mit neun Geschwistern aufwuchs: «Wir waren arm, doch zu essen hatten wir genug, womit die Welt für mich in Ordnung war.» Bäuerin sei sie umständehalber geworden, weil sie sich in einen Bauern verliebt habe, und es sei gut gekommen.

Jodeln im Blut

Doch ihre grosse Leidenschaft gilt dem Jodeln – «das wir Toggenburger wie die Appenzeller wohl im Blut haben». Seit 35 Jahren singt Esther Tobler im Thaler Trachtenchörli, und seit 20 Jahren ist sie dessen Präsidentin. Dank dem Verein habe sie die Welt bereist: Potsdam, China, Brasilien, Südafrika. Schön sei es überall gewesen – «aber vor allem deshalb, weil ich stets meine Chörlifrauen um mich hatte». Was den Radiohörern vorenthalten wurde: Nach der Sendezeit gesellte sich Trachtenchörli-Dirigentin Rosi Zeiter auf die Bühne und jodelte mit der Präsidentin ein Ständchen.